Bhaktis Geschichte

Bhakti hatte einen schlechten Start ins Leben. Zusammen mit ihrer Schwester Belsy bekam sie noch bevor sich die Äuglein öffneten eine schlimme Augenentzündung. Und damit begann der Tierarzt-Marathon...

 

In der Tierklinik wurde von einer Spezialistin die Augen geprüft, das rechte Auge war schon ganz weiss und die Augenärztin konnte, nach ihren eigenen Worten, das Augeninnere nicht mehr sehen. "Sie müssen sich damit abfinden, dass ihr Kätzlein auf diesem Auge blind wird." Es gab eine Cortisonsalbe mit der Anweisung, diese 3 x täglich in die Augen zu streichen. Gesagt, getan. Obwohl sich Bhakti jedesmal wehrte, da sie es wohl nicht so toll fand, schaffte ich es tatsächlich ihr jeden Tag 3 x die Salbe zu verabreichen. Zusätzlich gab ich ihr auch 3 x täglich Cistustee, verdünnt direkt ins Mäulchen um ihr Immunsystem zu stärken.

 

Und ich wurde belohnt, nach drei Wochen sah ich, wie sich das Auge erholte. Die Tierärztin konnte es beinahe nicht glauben, sie konnte auch mit diesem Auge sehen, es ist nur ein kleiner Schatten auf der Iris übrig geblieben.

 

Aber Bhaktis Immunsystem hat sich nie ganz erholt. Obwohl sie sich gut entwickelte, musste ich immer aufpassen, sie keinem Stress auszusetzen, dann meldete sich sofort ein tränendes Auge.

 

Und dann passierte es. Ich weiss nicht woher der Virus kam und wer diesen in unser Haus eingeschleppt hatte (wir, der Hund?) es brach eine Erkältungwelle über uns herein und alle Katzen ( 8 Erwachsene Tiere) wurden krank. Die einen steckten es leicht weg mit etwas Schniefnase und tränenden Augen, aber Bhakti erwischte es am schlimmsten. Der Eiter quoll ihr nur so aus der Nase, ich habe mehrmals täglich mit ihr inhaliert und versucht das Immunsytem zu stärken. Ohne Erfolg, Bkakti stellte das Fressen ein und kam aus ihrem Versteck nicht mehr hervor. Also wieder Tierarzt, es gab Antibiotika, Cortison und Flüssigkeit. Das  Antibiotika schlug aber nicht an und Bhakti ging es immer schechter. Ich versuchte alles, Sahne, Hühnerbrühe, alle ihre Lieblingsfresschen, in der Hoffnung, das sie endlich wieder zu fressen beginnen würde. Aber sie verweigerte alles. Sie war nur noch Haut und Knochen, die Tierärztin riet mir sie zu erlösen und einzuschläfern, aber ich konnte es nicht.

 

Und dann, wie ein Wink des Schicksals, hatten wir im Unterricht (meiner Ausbildung zur THP) Homöopathie und ich schilderte der Lehrerin die Situation. Gemeinsam haben wir ein Mittel gesucht, was für Bhakti passen könnte. Es war der letzte Versuch, sie vor dem Verhungern zu retten.

 

Und wie ein Wunder, bereits nach der ersten Gabe des Mittels bemerkte ich an Bhakti eine Veränderung. Sie war wieder "mehr bei mir" und am zweiten Tag hat sie doch tatsächlich etwas von der Vitaminpaste von meinem Finger geschleckt. Ich war so glücklich!!!

 

Die nächsten Tage war ich im engen Kontakt mit der Tierhomöopathin, wir haben das Mittel noch mehrmals gewechselt, bis, endlich nach 3 langen Wochen Bhakti ihr erstes gekochtes Hühnchen frass! Danach ging es ihr jeden Tag besser und besser. Sie wollte auch nicht mehr im eigens für sie eingerichteten Katzenzimmer bleiben, sie nahm wieder Anteil am sozialen Leben in der Katzengruppe.

 

Mich hat dieses Erlebnis mehr denn je davon überzeugt, das naturheilkundliche Mittel viel mehr können als man glaubt. Ich bin aus tiefstem Herzen dankbar, dass Bhakti noch bei mir ist und sie zeigt mir jeden Tag aufs Neue, dass ich den richtigen Weg gehe mit Naturheilkunde für Tiere!!